1992/93:
Erste Erfolge zeigten sich im Winter 1992/93, als ich bei den Juniorenweltmeisterschaften den fünften Platz in der Abfahrt erzielte und österreichischer Juniorenmeister im Super-G wurde.
(*3. August 1974 in Radstadt)
ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer.
Er war in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G sowie im Riesenslalom erfolgreich.
Der neunfache österreichische Meister gewann die Bronzemedaille im Super-G bei den Olympischen Winterspielen 2002 und die Bronzemedaille im Riesenslalom bei den Weltmeisterschaften 1997. Er feierte acht Siege in Weltcuprennen und gewann in der Saison 1997/98 den Abfahrtsweltcup.
Weltcuprennen unter den besten zehn
Medaillien im Alpinen Skiweltcup
Einzel-Weltcupsiege
8 in der Abfahrt
1 im Super-G
Erste Erfolge zeigten sich im Winter 1992/93, als ich bei den Juniorenweltmeisterschaften den fünften Platz in der Abfahrt erzielte und österreichischer Juniorenmeister im Super-G wurde.
Im nächsten Winter gewann ich den ersten Staatsmeistertitel im Super-G und in der Kombination. Weitere sieben Titel folgten in den nächsten zehn Jahren.
Im Europacup erreichte ich ab der Saison 1993/94 vordere Platzierungen und in der Saison 1994/95 gewann ich mit zwei Siegen und weiteren vier Podestplätzen die Gesamtwertung und die Abfahrtswertung.
Nach meinen Europacup Erfolgen erhielt ich schließlich für die Saison 1995/96 einen Fix-Startplatz im Weltcup. Bereits in der zweiten Saisonabfahrt in Val-d’Isère erreichte ich den sechsten Platz und noch vor Jahreswechsel stand ich mit Platz zwei in der Abfahrt von Bormio erstmals auf dem Podest. Im Jänner 1996 kam ich jedoch beim Training auf der Streif in Kitzbühel schwer zu Sturz, erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und lag drei Tage im Koma[1. Diese Nahtod Erfahrung begleitet mich bis heute.
Im Laufe der Saison 1996/97 fand ich wieder den Anschluss an die Spitze und stand im Jänner mit Platz drei im klassischen Riesenslalom am Chuenisbärgli in Adelboden wieder auf dem Podest.In dieser Disziplin gewann ich auch bei den Weltmeisterschaften 1997 in Sestriere, unerwartet die Bronzemedaille, auf die ich noch heute stolz bin. Außerdem wurde ich Fünfter in der Abfahrt. Nach zwei weiteren Podestplätzen im Weltcup feierte ich am 13. März 1997 im Super-G von Vail meinen ersten Sieg, womit ich die Saison als Sechster des Gesamtweltcups und Dritter der Super-G-Wertung beendete.
Im Winter 1997/98 war ich der dominierende Abfahrtsläufer. Mit vier Siegen und weiteren zwei Podestplätzen entschied ich überlegen den Abfahrtsweltcup für mich. Zudem erreichte ich mit weiteren guten Platzierungen im Super-G und im Riesenslalom den zweiten Platz im Gesamtweltcup. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano lief es nicht so ganz nach Wunsch für mich. Hermann ist unmittelbar vor meinem Start gestürzt. Irgendwie konnte ich das nicht so einfach wegstecken. Ich denke, genau das war und ist nach wie vor mein Thema. Die Abgrenzung.
SKI THE CHI ist eine Verbindung aus Bewegung, Körperbewusstsein und innerer Ausrichtung.
Der Fokus liegt auf Wahrnehmung, Balance und einem bewussten Umgang mit Leistung und Energie.
Innehalten
über Leistung, Erschöpfung und das, was bleibt
Liebe Leser dieser Zeilen,
ich stand mit drei Jahren zum ersten Mal auf Skiern und war insgesamt 29 Jahre meines Lebens Skirennläufer – im andauernden Wettkampf mit dem Du, mit dem Berg und schließlich mit mir selbst.
Der Wettkämpfer war jedoch nur ein antrainierter Teil in mir. Er war nicht mein ganzes Ich. Nach dem Ende meiner Karriere blieb mir nichts anderes übrig, als mich auf den Weg zu mir selbst zu machen. Und dieser Weg war alles andere als einfach.
Über viele Jahre befand ich mich in einer inneren Krise, in einem scheinbar unüberwindbaren Zustand von Widerstand. Dieser begann mit dem Gedanken des Kampfes, mit einer falschen Wahrnehmung, und führte mich in eine Innenwelt tiefer Erschöpfung.
Meine innere Wahrnehmung war – und ist in Teilen noch heute – vergleichbar mit einer andauernden Nahtoderfahrung, wie nach Kitzbühel 1996. Lange Zeit kommunizierte ich wie ein Autist, abgeschnitten von jenen Menschen, die ich in meinem Leben kennen und lieben gelernt habe.
Was ich heute mit Klarheit weiß:
Gedanken und Worte haben enorme Kraft. Es existieren systematische innere Zusammenhänge – eine Art Familie im Inneren. Es ist entscheidend, was wir denken, wie wir denken und wie wir miteinander umgehen. Innen wie außen.
Heute geht es mir um inneren und äußeren evolutionären Frieden, um wahre Freundschaft und um Verantwortung. Um Österreich – jenes Land, das ich über viele Jahre als Spitzenskifahrer vertreten durfte.
Ich bin überzeugt, dass wir als Vorbilder in unserem Land über Jahrzehnte etwas Wesentliches übersehen haben. Ich glaube das nicht nur – ich weiß es.
Es ist Zeit.
Zeit, den Mut zu haben – ehrlich zu mir selbst und zur Öffentlichkeit zu sein.
Zeit, ein neues, echtes WIR zuzulassen und gesunde, ehrliche Dynamiken zu schaffen. Weg vom Wettkampf, hin zu einem natürlichen Erfolg.
Denn wir schaffen auch heute noch die Basis für kommende Generationen. Erfolg – auch vergangener Erfolg – wirkt weiter. Sonst würden wir nicht bis heute die Geburtstage unserer Legenden feiern. Doch auch alter Wettkampf wirkt weiter – und entfacht mitunter unsichtbare Kriege.
Österreich ist paradiesisch. Das wissen wir Sportler, weil wir in unserer aktiven Laufbahn viele Länder gesehen haben. Österreich ist ein einzigartiger Lebensraum und als neutrales Land im Herzen Europas prädestiniert, Vorbild für evolutionären Frieden zu sein.
Ich bin auf dem Weg. Ich schreibe dieses Buch Schritt für Schritt.
Dieser Text markiert einen Punkt des Innehaltens.
Alles Weitere darf daraus entstehen – in seinem eigenen Rhythmus.
„Schließe ich am liebsten natürlich an meinem Erfolg 1997/98 an. Dieses Mal als bewusst gesunder Wunder Mensch.“